China Kracher

Ein Bild das verschiedene China Kracher, Knaller, Boeller und Knallfroesche zeigt

China Kracher – Böller zu Silvester

Knallrot verpackt in knisterndes Seidenpapier: China Kracher fallen unter die Rubrik „pyrotechnische Gegenstände“, die zum Vergnügen gezündet werden und laut krachend explodieren. Ganz ohne die China-Böller ist Silvester undenkbar – mit ihnen werden auch gute Wünsche und Hoffnungen auf den Weg gebracht. Wenn auch mit kurzzeitigem Rahmen: Nur drei Tage im Jahr kann der Chinakracher gekauft werden, anschließend soll er für nur wenige Stunden benutzt werden. Klassisch zu Silvester.

Ein vergänglicher Kick

Man könnte ihn eigentlich auch als Bananenschale der Silvesterfeiern bezeichnen, weil man immer darauf achten muss, einen der Kracher nicht unter die Füße zu bekommen. Safetys First! Dennoch gerät zumindest der männliche Anteil der Partypeople vom lauten Krachen Jahr für Jahr unweigerlich in den Zustand allerhöchster Euphorie. Das wird einerseits an der reglementierten Verfügbarkeit der China Kracher und andererseits am Reiz des Ungestümen liegen.
Der hiesigen Gesetzgebung entsprechend darf der China-Böller, eingeordnet und kategorisiert als Feuerwerk der Kategorie F2, lediglich einmal im Jahr genutzt werden. Nämlich den gesamten Silvestertag und auch am gesamten Neujahrstag. Es kann natürlich auch lokale Einschränkungen in der zeitlichen Nutzung der China Kracher und anders Silvester Feuerwerks geben. Eingekauft werden kann der Böller erst innerhalb der letzten drei Werktage vor Silvester – anschließend den kompletten Rest des Jahres gar nicht mehr. Der eigentliche Kick dürfte vom charakteristischen Aufbau und erst recht vom Aussehen des China Krachers ausgehen.

Die krachende Vielfalt

Die Beliebtheitsscala von China Krachern reicht von den Chinaböllern A bis zu den Superböllern II und den riesigen Chinaböllern C und den brachialen Paket-Crackern, um nur die geläufigsten zu nennen. Es gibt auch die immer beliebter werdenden großen, gebündelten „Schinken“ – gleich mehrere Böller in einem Paket.
Früher hatte es wohl außerdem klitzekleine Knallerchen namens Zisselmännchen, Pfennigschwärmer, Piepmanscher oder Baby Knaller oder Ladycracker gegeben, die mehr oder weniger ins Kracher-Nirvana eingegangen sind. Nichtsdestotrotz gehören sie ebenfalls zu den China Krachern. Denn ob groß oder klein, ihr charakteristisches Aussehen sorgt für den so typischen Kracher-Kitzel.

Der Kracher-Kitzel

Unabhängig von seiner Dimensionierung erinnert der China Kracher mit seiner zylindrischen Form eindeutig an die heftig knallenden Dynamitstangen aus den verfilmten Tom & Jerry Comics: Von rotem Seidenpapier ummantelte Pappröhren sind mit Schwarzpulver gefüllt – und daran hängt die Zündschnur, quasi das Objekt der Verheißung. Nach dem Anzünden der Zündschnur brennt das Pulver ab, dann baut sich ein starker Druck im Inneren des China Krachers auf, der ihn letztendlich zerplatzen lässt. Dabei gilt: Je dicker die Papphülle ist, desto höher fällt die Druckentlastung und damit der Knall aus – so ist der bereits genannte Superböller II der größte und lauteste China Kracher, der hierzulande am Platzen ist.
Aber nicht nur der Sound und das Design allein sind für die Beliebtheit von China Krachern als charismatischer Bestandteil individueller Feuerwerks-Inszenierungen verantwortlich. Es ist auch der Name China-Böller.

Neben den China Krachern gibt es auch qualitativ hochwertige italienische Böller in sehr guter Verarbeitung mit ebenfalls druckvollem und sehr lautem Knall.

China Kracher: Rotes Papier und lauter Knall

Der Name des China-Böllers leitet sich nämlich von dem leuchtend roten Papier ab, das die Pappröhre des klassischen China Krachers umgibt. Denn sowohl die knallrote Farbe als auch der erzeugte Knall dienen in der Mythologie der Chinesen der Vertreibung brutal-böser Geister – allen voran eine absolute Bestie namens Nian.
Das Monster erwachte altchinesischen Legenden zufolge alljährlich zum Neujahrsfest aus seinem tiefen Schlaf, um dann hungrig von den Bergen in die Dörfer hinabzusteigen. Das Monster wollte dort Mensch und Tier einfach gierig verspeisen! Der Sage nach gelang es einem alten Mann denn doch, sein Heimatdorf vor der gefräßigen Bestie zu schützen: Der alte Herr klebte einfach rotes Papier an die Türen der Häuser und erschreckte das Ungeheuer außerdem mit einem lauten Knall. Das Monster suchte panisch das Weite und wurde danach nie wieder gesehen.

China Kracher gegen das Monster

Der chinesischen Tradition verdankt der China Kracher also seine rote Farbe: Denn die roten Papierfetzen sollen sich nach der unüberhörbaren Explosion ringsum verteilen. So wurde das alte Jahresmonster in die Flucht geschlagen und das neue Jahr steht frisch und Glück verheißend bereit.
Das Ungeheuer wurde effektvoll vertrieben. Nichtsdestotrotz sollen die roten Papierfetzen nämlich wieder aufgesammelt werden, getreu dem Motto: „Echte Pyros räumen auf“.

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